Im April 2006 wagte sich eine Gruppe der
Blutblasen zusammen mit weiteren wagemutigen (und zum Glück etwas
wassererfahrenen) Mitseglern aufs holländische Meer. Perfekt organisiert von
Arne fuhren wir per Bus aus Münsterland und Ruhrgebiet nach Harlingen,
dem Heimathafen unseres Schiffes - der "Spes Mea". Das Boot ist 26 m lang, schon
über 100 Jahre alt und bot genug Platz für unsere 19 Personen starke Mannschaft
+ Skipper und Maat. Wenn ihr mehr über Technik und Geschichte "unseres"
Plattbootes wissen möchtet schaut Euch am besten auf der Spes Mea-Seite des
Skippers Klaas Bosch um.
| Die Spes Mea |
Nach gemeinsamen Hot Dog-Futtern am Abend und dem
ein oder anderen Bier aus der bordseigenen Zapfanlage fielen wir abends "zeitig"
in unsere Kojen, um am nächsten Morgen pünktlich mit der Flut auszulaufen.
Unsere Route führte uns am ersten Tag von Harlingen über die südliche Waddensee
bis in Ijsselmeer nach Medemblik. Bei recht humanen Windverhältnissen
genossen wir das Meer aus dem Klüvernetz und gewöhnten uns ans Leben auf See.
Abends gab es Chilli con Carne und ne Menge Tequilla, an viel mehr kann ich mich
dann auch nicht mehr so ganz...
| Windstärke 6 |
Am Dienstag segelten wir bei gutem Wind weiter durch
das Ijsselmeer im Bogen von Norden nach Süden bis nach Enkhuizen. Jeder
Abend wurde im Hafen durch eine verdammt leckeres Abendessen abgerundet.
Dienstag war Pizzatag. Arne hatte für die ganze Woche den Futterplan für 21
Segler perfekt vorbereitet.
Der Mittwoch begann mit morgendlichen Auslaufen um kurz
vor acht. Unser Ziel war die Insel Texel im Wattenmehr (Waddenzee). Entgegen der
Wettervorhersage hatten wir keinen angenehmen Rückenwind aus dem Süden, sondern
gnadenlosen Gegenwind aus Nordost. Das hieß kreuzen, kreuzen und nochmals
kreuzen bei Windstärke 6, richtig nasse Klamotten - also: Eine Menge
Segelspaß! Erst gegen 17:00 erreichten wir geschafft aber glücklich die
Insel und genossen unsere "Mauretanischen Spieße" (...rede ich eigentlich zu
viel übers Essen?).
| Schafe auf Terschelling |
Der vierte Segeltag führte uns schon am frühen
Nachmittag eine Insel weiter Richtung Norden nach Terschelling. Zu Fuß
(endlich wieder gewohntes Blutblasen - Metier) erkundeten wir die Insel mit
ihren wunderschönen Sanddünen. Den leckren Kibbeling mit Knoblauchsauce der
Fischbude am Hafen kann ich nur nur empfehlen. Sollte halt nur jeder in der
Kabine essen - sonst wird's ne fiese Nacht...
Spagetti mit Pesto und zwei Kisten Rotwein gaben uns an
diesem Abend dann auch schon recht früh den Rest und wir gaben den Plan
"Dorfdisko" zugunsten der Koje recht schnell auf.
| Perfektes Seglerwetter |
Am Freitag segelten wir bei traumhaften Segelwetter
zurück Richtung Harlingen. Bei Sonne, wolkenlosem Himmel und richtig schönem
Wind genossen wir das Seglerleben den ganzen Tag über. Nach Bootsreinigung und
komplett eingedeckt mit Vla, Grolsch und weiteren holländischen Leckereien
brachte uns der Bus wieder Richtung Heimat. Der Urlaub war wirklich fantastisch.
Entgegen bösen Vorahnungen musste sich auch kein einziger von wegen Seekrankheit
mit dem Klo unterhalten. Mit dem Tequilla, Rotwein, etc. soll das etwas anders
gewesen sein munkelt man...
Die Plattboot-Segeltour mit der "Spes Mea" ist als
Blutblasen-Tip also auch eingefleischten, sonst wasserscheuen Wanderern guten
Gewissens zu empfehlen!
Viel Spass beim nachsegeln und immer eine Handbreit
Wasser unterm Kiel...oder so :) .
Weitere Infos unter www.spesmea.nl

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