SILVA Field 7 vs. RECTA DS 40
von Heiko L.
Mit der Wahl des geeigneten Kompasses kann der geneigte Trekking-Freak
wirklich Wochen verbringen. Schließlich kauft man sich so ein Ding ja nur
"einmal", oder? Ich jedenfalls habe die Profis in
unseren bevorzugten Outdoorläden
mit meiner Fragerei bis an den Rand des Wahnsinns getrieben. Mein erster
Kauf war der SILVA Field 7 (übrigens aus einem netten Outdoor-Laden in
Budapest) und dann etwa zwei Jahre später aus reiner Neugierde der RECTA DS 40.
Beide Modelle jetzt hier im gnadenlosen Blutblasen-Vergleich:
Die Frage ist natürlich immer: Was brauchste und was willste? Vorteil
des RECTA ist eben dieser Spiegel mit dem das Anpeilen von geografischen
Punkten (Kirchturm) noch etwas einfacher möglich ist. Man schaut über
den Spiegel auf den Turm und sieht dann erstens den Turm und gleichzeitig
die Kompassanzeige im Spiegel. Hat man zwei Punkte und ne Karte weiß man
wo man ist. Das ganze Spielchen geht aber auch prima ohne Spiegel mit dem
SILVA. Echter Nachteil des RECTA dagegen ist meiner Meinung nach der
Deckel. Durch diese Klappe ist der Kompass einfach unhandlicher (16 mm
Höhe) als der superflache SILVA (8 mm Höhe). In der Hosentasche nervt er
damit beim Wandern eindeutig mehr!
Für mich hat der SILVA funktionell bisher immer
ausgereicht. Ich habe den Kompass zusammen mit der Karte allerdings bisher auch eigentlich
nur gebraucht, um zu wissen wo´s lang geht. Für die Frage "Wo bin
ich überhaupt genau?" gibt's ja andere - zugegebener Maßen auch
teurere - elektronische Spielzeuge für Outdoorer... . Im Preis stellen beide
Kompass-Modelle übrigens
fast die unterste Liga von den benutzbaren Modellen dar - Preise bis 100 € (z.B. Recta
Marschkompass DP 10) sind überhaupt kein Problem. Mit unseren Modellen
kommt ihr aber wie gesagt auch bestens ans Ziel.
Achtung: Beide Modelle haben wir nur auf
der nördlichen Halbkugel getestet! Für die südliche gibt es andere
Kompass-Systeme. Wer also nach Brasilien, etc. möchte sollte sich
unbedingt im Laden beraten lassen, sonst wird das nichts mit den
Ignazu-Wasserfällen!
Fazit: Beide Modelle erfüllen ihren Zweck. Wer Lust auf
Peilen und Orientierungsspiele hat kann sich den RECTA gönnen - für den
Ottonormal-Wanderer reicht der günstigere SILVA aber eindeutig immer
bestens aus!
Eigentlich wollten wir für euch an dieser Stelle noch ein kurze
Bedienungsanleitung "Ich und mein Kompass" einbauen. Wir haben
aber im Netz eine wirklich perfekte Anleitung gefunden. Die Grafiken
entsprechen praktischer Weise unseren beiden Kompassmodellen. Hier der LINK.
Egal für welches Modell ihr Euch
entscheidet - weiterhin viel Spaß beim Wandern wünschen eure
Blutblasen!

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