Unverzichtbares Equipment oder
Phallussymbol des Treckers?
von Heiko L.Schon aus dem Untertitel lässt sich erkennen, dass eine Outdoorsäge auf Tour eigentlich nur Vorteile hat!
Einerseits hat man in unter 7 Sekunden einen 5 cm Stamm
durchgesägt und ist damit quasi immer mit „frischen“ Wanderstöcken
versorgt. Oder man bastelt sich eben mal einem Sonnenschutz, ein 4-Personen
Floß - selbst ein Palisadenzaun wäre an einem Nachmittag mit fünf
ordentlichen Sägen und entsprechend motivierten Treckern durch aus denkbar... (hmmm,
die „Eifelmauer“?). Andererseits ist das einzige vernünftige Argument (der an
sich ja schon äußerst seltenen) Sägenfeinde: „ Ist doch nur ein
Phallussymbol!“ Einfache Treckerantwort: „Ja und :) ?“
Meine Säge ist nicht ausklappbar sondern ein starres
und damit extrem stabiles Modell. Ich nehme die Säge selbstverständlich wann immer möglich
mit auf Tour. Es handelt sich um das Produkt eines leider namenlosen
Herstellers, gleicht aber vom qualitativ sehr hochwertigen Sägeblatt her
beispielsweise der Fiskars Premium Handsäge. An
den äußerst robusten, ergonomischen Handgriff schließt sich ein
leistungsfähiges Sägeblatt mit ausgeprägter 7mm tiefer Zahnung an. Das
ganze ist sicher in einer stabilen Kunststoffscheide mit optionalem Gürtelclip
untergebracht. Eine zusätzliche Sicherungsöse im Handgriff rundet die Säge
ab.
TIPP: Da die Säge bei der Gürtelbefestigung beim Wandern ständig gegen den Oberschenkel – also eigentlich gegen das Knie! – stößt, empfehle ich die bequemere, seitliche Befestigung am Rucksack.
Die Pessimisten unter den Treckern bemängeln natürlich die
mit brachialen 49 cm Gesamtlänge nicht gerade Ultraleicht-Ausführung
meines Models. Andererseits flößt die martialische Säge - seitlich am Rucksack angebracht
- sowohl dem Grizzly als auch einfach dem schnöden
Normalo-Wanderer durchaus Respekt auf engen Wanderwegen ein und ganz
ehrlich – ist das nicht schon Kaufgrund genug?

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