Donnerstag, 15. Dezember 2011

Equipment Tests - Schirmherrschaft in der Wüste

Schirmherrschaft in der Wüste
Die Messeneuheit 2005 jetzt im Blutblasen-Test!
                              von Heiko L.


Als "Outdoorer" kann man sich zu Festlichkeiten ja immer gut beschenken lassen. Mit entsprechendem Know-How stellt die Industrie derzeit ja aus so ziemlich jedem Gegenstand eine Survival-Version her, alles wird extrem stabil und leicht. Das hat dann wiederum für uns Trecking-Begeisterte zur Folge, dass man - selbst bei eigentlich kompletter Ausrüstung - immer wieder neues oder besseres Equipment findet... und braucht!
DER Schirm

Aber wie wie schön das es Weihnachten gibt! Ich bin seit gestern - dank meiner Eltern - stolzer Besitzer des Swing Lightflex Schirms mit Metallic-Beschichtung! Der deutsche Schirmhersteller Eberhard Göbel ist in diesem Jahr in die Trecking-Welt eingestiegen und hat auf der OutDoor-Messe 2005 den leichtesten Schirm der Welt vorgestellt. Gerade einmal 209 g wiegt der 64 cm lange Schirm (Die neusten "Knirps"-Schirme wiegen schon 338 g.). Dieses Wunderwerk der Technik kann man überhaupt erst seit Herbst 05 kaufen und das Beste:   Im winter 2005war er schon meins! Beim Ausrüstungspunkt "Regenschirm" wird mir, befürchte ich, von einigen Ur-Outdoorern absolutes Unverständnis entgegen schlagen. Einen Schirm im Alltag natürlich, aber braucht man so ein Ding überhaupt auch auf Tour?  
Seitenansicht

Zu aller erst: Bei dem "Swing Lightflex" handelt es sich nicht um einen schnöden Regenschirm, sondern um ein absolutes High-End-Produkt! Für das Gestänge verwendet die Firma Euroschirm s.g. High-Density-Glasfasermaterialien. Dadurch wird der Schirm zugleich sehr robust, hoch flexibel, nahezu unzerbrechlich sowie verrottungs- und korrosionsfest (überlebt mich also dreimal und ist unkaputtbar). Für den Griff wird ein besonders leichter EVA-Hartschaum verwendet. Der durch das Rillenprofil verminderte Hautkontakt, sorgt für einen trockenen Gripp. Praktisch weiterhin die integrierte Handschlaufe. Am beeindruckernsten ist jedoch eindeutig der Schirmbezug. Er besteht aus einem extrem leichten und hoch reißfesten Polyestergewebe. Eine Teflonbeschichtung sorgt für ausgezeichnetes Abperlverhalten von Flüssigkeiten (der Pfanneneffekt!), ist Schmutz abweisend und bewirkt einen gewaltigen UV-Schutzfaktor von 50+!

Die Tragehülle
Zusammen mit dem Schirm wird übrigens ein passender Köcher geliefert. Damit kann der Lightflex entweder direkt auf dem Rücken getragen werden, oder dank entsprechender Gurte und Rucksack-freundlicher Länge auch perfekt am Rucksack befestigt werden - quasi neben den Wanderstöcken. Die technischen Details sind also selbst für High-Tech-verwöhnte-Ultralight-Fetischisten absolute Oberklasse! Wie aber sieht es mit der Praktikabilität aus? Mit Outdoor-Jacke, Treckinghose und Wanderschuhen bin ich ja an sich schon regen- & sonnengeschützt. Wozu dann den Schirm?

Der Hersteller meint dazu:  "Unterwegs bietet der Trekkingschirm viele Vorteile: Der Kopf bleibt frei, die Sicht und das Gehör werden nicht von einer Kapuze beeinträchtigt. Das Gesicht bleibt immer trocken, es entsteht kein Wärmestau, die Atmungsaktivität ist optimal und man hat jederzeit ein Dach über dem Kopf – das ist besonders praktisch beim Fotografieren, Karten lesen, GPS- oder Handy-Einsatz, bei der Brotzeit aber auch in der prallen Gebirgssonne. Der Trekkingschirm ist daher eine perfekte Ergänzung zu moderner Wetterschutzbekleidung."

Also dann muss ich mir wohl erst mal nen neues GPS kaufen - sonst kann ich den Schirm ja gar nicht richtig testen...

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