Donnerstag, 15. Dezember 2011

Equipment Tests - Kompassmanie

Kompassmanie
SILVA Field 7 vs. RECTA DS 40
 von Heiko L.





Mit der Wahl des geeigneten Kompasses kann der geneigte Trekking-Freak wirklich Wochen verbringen. Schließlich kauft man sich so ein Ding ja nur "einmal", oder? Ich jedenfalls habe die Profis in unseren bevorzugten Outdoorläden mit meiner Fragerei bis an den Rand des Wahnsinns getrieben. Mein erster Kauf war der SILVA Field 7 (übrigens aus einem netten Outdoor-Laden in Budapest) und dann etwa zwei Jahre später aus reiner Neugierde der RECTA DS 40. Beide Modelle jetzt hier im gnadenlosen Blutblasen-Vergleich:

Der Silva Field 7 ist kompakt, praktisch und quasi unkaputtbar. Die Handhabung ist wirklich idiotensicher und hat uns mit fluidgedämpfter Nadel aus schwedischem Qualitätsstahl (das kann ja nicht schlecht sein!) immer sicher ans Ziel gebracht. Der Preis ist mit 12,95 € (bei Globetrotter) auch überaus sympathisch.




Mit dem Recta DS 40 steigt man in der Funktionalität natürlich im Vergleich eine Stufe auf. Neben den Funktionen und den quasi identischen Grundmaßen des Silva-Modells, hat man ihn noch mit Deckel inklusive Spiegel und Neigungswinkelanzeige aufgemotzt. Der Preis 29,95 € - also mehr als das Doppelte. 




Die Frage ist natürlich immer: Was brauchste und was willste? Vorteil des RECTA ist eben dieser Spiegel mit dem das Anpeilen von geografischen Punkten (Kirchturm) noch etwas einfacher möglich ist. Man schaut über den Spiegel auf den Turm und sieht dann erstens den Turm und gleichzeitig die Kompassanzeige im Spiegel. Hat man zwei Punkte und ne Karte weiß man wo man ist. Das ganze Spielchen geht aber auch prima ohne Spiegel mit dem SILVA. Echter Nachteil des RECTA dagegen ist meiner Meinung nach der Deckel. Durch diese Klappe ist der Kompass einfach unhandlicher (16 mm Höhe) als der superflache SILVA (8 mm Höhe). In der Hosentasche nervt er damit beim Wandern eindeutig mehr! 

Für mich hat der SILVA funktionell bisher immer ausgereicht. Ich habe den Kompass zusammen mit der Karte allerdings bisher auch eigentlich nur gebraucht, um zu wissen wo´s lang geht. Für die Frage "Wo bin ich überhaupt genau?" gibt's ja andere - zugegebener Maßen auch teurere - elektronische Spielzeuge für Outdoorer... . Im Preis stellen beide Kompass-Modelle übrigens fast die unterste Liga von den benutzbaren Modellen dar - Preise bis 100 € (z.B. Recta Marschkompass DP 10) sind überhaupt kein Problem. Mit unseren Modellen kommt ihr aber wie gesagt auch bestens ans Ziel. 

Achtung: Beide Modelle haben wir nur auf der nördlichen Halbkugel getestet! Für die südliche gibt es andere Kompass-Systeme. Wer also nach Brasilien, etc. möchte sollte sich unbedingt im Laden beraten lassen, sonst wird das nichts mit den Ignazu-Wasserfällen!

Fazit: Beide Modelle erfüllen ihren Zweck. Wer Lust auf Peilen und Orientierungsspiele hat kann sich den RECTA gönnen - für den Ottonormal-Wanderer reicht der günstigere SILVA aber eindeutig immer bestens aus!

Eigentlich wollten wir für euch an dieser Stelle noch ein kurze Bedienungsanleitung "Ich und mein Kompass" einbauen. Wir haben aber im Netz eine wirklich perfekte Anleitung gefunden. Die Grafiken entsprechen praktischer Weise unseren beiden Kompassmodellen. Hier der LINK.

Egal für welches Modell ihr Euch entscheidet - weiterhin viel Spaß beim Wandern wünschen eure Blutblasen! 
 

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