Montag, 12. Dezember 2011

Blutblase-Spezial: Wasserwandern Spes Mea

Im April 2006 wagte sich eine Gruppe der Blutblasen zusammen mit weiteren wagemutigen (und zum Glück etwas wassererfahrenen) Mitseglern aufs holländische Meer. Perfekt organisiert von Arne fuhren wir per Bus aus Münsterland und Ruhrgebiet nach Harlingen, dem Heimathafen unseres Schiffes - der "Spes Mea". Das Boot ist 26 m lang, schon über 100 Jahre alt und bot genug Platz für unsere 19 Personen starke Mannschaft + Skipper und Maat. Wenn ihr mehr über Technik und Geschichte "unseres" Plattbootes wissen möchtet schaut Euch am besten auf der Spes Mea-Seite des Skippers Klaas Bosch um.
Die Spes Mea



Nach gemeinsamen Hot Dog-Futtern am Abend und dem ein oder anderen Bier aus der bordseigenen Zapfanlage fielen wir abends "zeitig" in unsere Kojen, um am nächsten Morgen pünktlich mit der Flut auszulaufen. Unsere Route führte uns am ersten Tag von Harlingen über die südliche Waddensee bis in Ijsselmeer nach Medemblik. Bei recht humanen Windverhältnissen genossen wir das Meer aus dem Klüvernetz und gewöhnten uns ans Leben auf See. Abends gab es Chilli con Carne und ne Menge Tequilla, an viel mehr kann ich mich dann auch nicht mehr so ganz...
Windstärke 6


Am Dienstag segelten wir bei gutem Wind weiter durch das Ijsselmeer im Bogen von Norden nach Süden bis nach Enkhuizen. Jeder Abend wurde im Hafen durch eine verdammt leckeres Abendessen abgerundet. Dienstag war Pizzatag. Arne hatte für die ganze Woche den Futterplan für 21 Segler perfekt vorbereitet.

Der Mittwoch begann mit morgendlichen Auslaufen um kurz vor acht. Unser Ziel war die Insel Texel im Wattenmehr (Waddenzee). Entgegen der Wettervorhersage hatten wir keinen angenehmen Rückenwind aus dem Süden, sondern gnadenlosen Gegenwind aus Nordost. Das hieß kreuzen, kreuzen und nochmals kreuzen bei Windstärke 6, richtig nasse Klamotten - also: Eine Menge Segelspaß! Erst gegen 17:00 erreichten wir geschafft aber glücklich die Insel und genossen unsere "Mauretanischen Spieße" (...rede ich eigentlich zu viel übers Essen?).
Schafe auf Terschelling

Der vierte Segeltag führte uns schon am frühen Nachmittag eine Insel weiter Richtung Norden nach Terschelling. Zu Fuß (endlich wieder gewohntes Blutblasen - Metier) erkundeten wir die Insel mit ihren wunderschönen Sanddünen. Den leckren Kibbeling mit Knoblauchsauce der Fischbude am Hafen kann ich nur nur empfehlen. Sollte halt nur jeder in der Kabine essen - sonst wird's ne fiese Nacht...

Spagetti mit Pesto und zwei Kisten Rotwein gaben uns an diesem Abend dann auch schon recht früh den Rest und wir gaben den Plan "Dorfdisko" zugunsten der Koje recht schnell auf.
Perfektes Seglerwetter

Am Freitag segelten wir bei traumhaften Segelwetter zurück Richtung Harlingen. Bei Sonne, wolkenlosem Himmel und richtig schönem Wind genossen wir das Seglerleben den ganzen Tag über. Nach Bootsreinigung und komplett eingedeckt mit Vla, Grolsch und weiteren holländischen Leckereien brachte uns der Bus wieder Richtung Heimat. Der Urlaub war wirklich fantastisch. Entgegen bösen Vorahnungen musste sich auch kein einziger von wegen Seekrankheit mit dem Klo unterhalten. Mit dem Tequilla, Rotwein, etc. soll das etwas anders gewesen sein munkelt man...

Die Plattboot-Segeltour mit der "Spes Mea" ist als Blutblasen-Tip also auch eingefleischten, sonst wasserscheuen Wanderern guten Gewissens zu empfehlen!

Viel Spass beim nachsegeln und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel...oder so :) .

Weitere Infos unter www.spesmea.nl

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